Oceansize – Self Preserved While The Bodies Float Up

Lang, lang mussten wir auf einen Nachfolger des 2007 erschienenen Meisterwerks “Frames” warten. Doch seit Anfang September ist es endlich da: Das vierte Studio-Album der Post-Rock-Altmeister Oceansize. Auf den ersten Blick schreckt schonmal die Trackliste ab: Bis auf zwei Songs, die etwas über 8 Minuten gehen, haben alle Lieder eine ungewohnte Radiolänge (bzw. -kürze), von unter fünf Minuten. Kein Wunder also auch, dass das Album, welches nicht weniger vertrackt und anspruchsvoll ist als die Vorgänger, etwas hektisch wirkt. Die Songs sind zum Teil ungewohnt schnell und heftig, für lang aufbauende, athmosphärische Parts bleibt wenig Zeit. Einzig das nie enden wollende Streicher- und Piano-Outro zu “Oscar Acceptence Speech” erlaubt dem Hörer, in den unendlichen Tiefen des Post-Rock zu versinken. Was durchaus positiv auffällt ist, dass trotz der für die Band recht ungewohnten kurzen Arrangements mit wenig Instrumental und viel Gesang, der Sound trotzdem typisch-Oceansize bleibt. Deswegen hinterlässt das Album keinen negativen Nebengeschmack, auch wenn es die hohen Erwartungen, die “Everyone Into Position” und “Frames” an das neue Album gesteckt hat, nicht unbedingt erfüllen kann. “Self Preserved While The Bodies Float Up” ist ein erfrischend anderes Album, aber trotz allem 100% Oceansize.
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(PS: Danke an Jannes für viele Anregungen hinsichtlich dieses Reviews
)


immer wieder gern