Comeback Kid – Symptoms + Cures
Der Release des dieswöchigen Musik-Tipps liegt bereits etwas über einen Monat zurück, aber da ich die letzten Wochen nur auf Achse war, komme ich erst jetzt dazu, etwas darüber zu schreiben. Die Rede ist von “Symptoms + Cures”, dem viertel Studioalbum der kanadischen Hardcore-Band Comeback Kid (CBK).
So schlägt man effektiv 5 Stunden Zugfahrt tot. Ein paar Links gleich hier, mein überraschend ausführlicher Heimfahrtzeitvertreib nach dem Break!
Symptoms + Cures bei Amazon.de (€16,99)
Musikalisch hat sich seit dem Vorgänger “Broadcasting…” kaum etwas verändert. Sänger Andrew Newfield schreit sich nach wie vor die Seele aus dem Leib und trägt damit einen nicht unwesentlichen Teil zur Aggressivität bei, die Hardcore, insbesondere aber auch CBK, auszeichnet. Eine hervorragende Untermalung von Newfields Solo-Geschrei bilden die CBK-typischen ‘Chöre’, wie man sie auf dieser Scheibe am besten beim dritten Track hört, G.M. Vincent & I.
Auch die Gitarren sind gewohnt hart, allerdings nicht ohne gelegentlich aus den Powerchord-Riffs auszubrechen und ein bisschen die Lead-Gitarre spielen zu lassen, wie z.B. beim Titelsong Symptoms + Cures (Track #7).
Sowohl Schlagzeug, als auch Bass sind Genretypisch sehr straight gehalten, wobei man sagen muss, dass der Bass größtenteils untergeht. Sowohl mit guten Kopfhörern, als auch mit Boxen muss man sehr genau hinhören, um ihn zu bemerken. Einzig beim ersten Song, Do Yourself A Favor hört man ihn recht deutlich. Was uns zum markantesten Unterschied zu allen Vorgängeralben bringt…
Der Sound. Als ich die Platte zum ersten Mal abspielte, stand mir die ersten 10 Sekunden der Mund offen. Sollen das wirklich Comeback Kid sein? Grund für mein Erstaunen war der unglaublich präsente Metal-Sound, der stark an das letzte vorletzte (meine Güte, ich hab das letzte Album verpasst?!) Album der kalifornischen Genre-Kollegen erinnert, “The Damned, the Shamed” von Terror. Obwohl dieser Umstand dem Album eine ungewohnte Härte verleiht, habe ich das Gefühl, dass ab und zu die Vocals, der Bass noch viel häufiger, in der Rhythmus-Gitarre untergehen. Das selbe ‘Phänomen’ ist mir bereits beim bisher einzigen Album des Sideprojects der Brüder Newfield (“Monolith” von Sights & Sounds) aufgefallen, das sehr stark dazu tendiert ‘breiig’ zu sein. Es wird also kein Zufall sein…
Nichtsdestotrotz bin ich sehr begeistert vom Gesamtergebnis. Wenn man von den (meiner Meinung nach) kleinen Macken absieht, ist “Symptoms + Cures” ein hervorragendes Hardcore-Album, und es ist jedem Fan wärmstens ans Herz zu legen.



Trackbacks