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Unser musikalischer Jahresrückblick 2010

28. Dezember 2010

Seit wir im März mit “OMGunmen” angefangen haben, haben wir den Blog auch stets dazu genutzt, unsere Lieblingsmusik an euch weiterzugeben. Pünktlich zum Jahresende wollen wir uns noch einmal an die vergangenen Monate zurückerinnern und euch nochmal unsere liebsten Neuerscheinungen des Jahres ans Herz legen. Srsly, die Platten rocken alle so gut, dass ihr euch sie nicht entgehen lassen solltet… Viel Spaß!

Kennys Musiktipps 2010

Total Life Forever ist wahrscheinlich mein Lieblingsalbum des Jahres 2010. Verglichen zu ihrem nicht minder großartigen Erstlingswerk “Antidotes” sind die fünf Briten hörbar erwachsener geworden, die Songs sind sehr durchdacht und hervorragend arrangiert. Was das Album so einzigartig macht: Die Tracks sind entspannt und gleichzeitig extrem energiegeladen, super zum Tanzen aber auch zum Chillen. Das lässt die Platte zu einem echten Goldstück in jeder Sammlung werden!

Leider mit mißlungenem Artwork, dafür aber mit bombastischem Sound kam dieses Jahr das neue Album der Prog-Rocker Oceansize an den Start. Self Preserved While The Bodies Float Up ist schneller, härter und einfach nur anders als seine Vorgänger. Es ist deswegen ein sehr gewöhnungsbedürftiges Album, mit dem die fünfköpfige Truppe aus Manchester es (schon wieder) geschafft hat, sich neu zu erfinden; und das, ohne ihre Fans zu enttäuschen. Klare Hörempfehlung! (Achja, hier hab ich schonmal ein paar Zeilen dazu geschrieben.)

Zuletzt möchte ich noch ein Album vorstellen, das bei mir zur Zeit in Dauerschleife auf dem MP3-Player läuft: Formation der dreiköpfigen DJ-Crew Wareika. Die drei Jungs beweisen, wie maximal Minimal-Electro klingen kann! Entgegen aller Vorurteile gegen das Genre ist die Musik komplex und vielschichtig, man entdeckt bei jedem erneuten Durchhören der Platte immer mehr reizvolle Facetten. Das sorgt natürlich dafür, dass Langeweile ein Fremdwort bleibt. Und was mir auch sehr gut gefällt: Insgesamt klingt das Album relativ melancholisch und das nicht unbedingt im negativen Sinne. Es gibt keinen Kitsch, es gibt keine In-Die-Fresse-”Los, Tanz”-Aufforderung, sondern man kann sich einfach zurücklehnen und die Tracks auf sich wirken lassen. Formation ist ein Album, das mich garantiert noch sehr lange begleiten wird.

Mustafs Musiktipps 2010

Ich hatte eigentlich gehofft, dass musikalisch 2010 für mich ein super Jahr wird. Schließlich sollten einige Alben rauskommen, auf die ich sehnlichst gewartet habe. Aber wenn ich mir meine Liste, die ich der Übersicht halber gerade erstellt habe, so ansehe, dann bleiben nur drei, die mir wirklich gut gefallen haben.

Zunächst kam Ende März Option Paralysis von Dilliger Escape Plan raus (ich berichtete). 7 Monate nach Release und ausgiebigem Hören muss ich mein damaliges “Review” aber revidieren, das Album ist nur so ansatzweise “back to the roots”. Es ist heftig, ja, Kenny ist es aber nicht heftig genug. Und DEP muss heftig sein. Ich bin da anderer Meinung, mir gefallen die ruhigeren Parts zwischendrin auch ziemlich gut. Und deshalb landet Option Paralysis auf meiner must hear-Liste.

Die Monate bis August waren meiner Meinung nach dann nicht so spannend, aber Ende August sollte es heiß werden, gleich drei Alben innerhalb von wenigen Tagen, von denen ich eins aber voller Enttäuschung in die Ecke pfeffern musste, dazu aber am Ende noch was. Der nächste Kracher 2010 kam von Wir Sind Helden (auch dazu hab ich was geschrieben), die mich mit Bring mich nach Hause einerseits enttäuscht haben, weil damit die Tage der “alten” Helden endgültig gezählt waren. Aber nach einem doch recht langen Moment der Enttäuschung kam die positive Überraschung mit voller Dröhnung. Anfang September schrieb ich über Experimentierfreudigkeit, und das den Helden “ein sehr schönes, tragendes Album mit Helden-typisch intelligenten Texten gelungen” sei, und dem will ich nichts hinzufügen.

Meine letzte Empfehlung für dieses Jahr kam nur 4 Tage nach dem Helden-Album raus und schlägt wieder in eine härtere Richtung ein, nämlich Comeback Kids Symptoms + Cures, ein fast zu gut produziertes Hardcore-Album. Dazu habe ich dann sogar eine recht ausführliche Review geschrieben, würde jetzt aber auch nichts weiter dazu sagen, außer dass es schön hart und direkt ist.

Zu guter Letzt noch ein paar Sachen, die in meiner 2010er Topliste nicht so hoch angesiedelt sind: Kaki Kings Junior, was eigentlich recht gut ist, aber das ist deutlich poppiger als die Vorgänger. Just Like Vinyls Just Like Vinyl, dem Nachfolge-Projekt vom Fall Of Troy-Frontman Thomas Erak, das leider nicht so hart und verspielt ist, wie ich gehofft hatte. Die Nachfolger der beiden Hip-Hop-Bands Flobots und ArtOfficial, Survival Story und The Payback waren insgesamt recht enttäuschend, wobei das von Flobots eigentlich ganz nett ist, aber das von ArtOfficial im Vergleich zu Fist Fights and Foot Races wirklich nicht gut. Den Tiefpunkt des Jahres markiert, und ich habe es weiter oben schon kurz angesprochen, Terrors Keepers of the Faith. Das geht einfach garnicht. Langsam, monoton, langweilig.

Das war’s! Nun bleibt uns nicht viel mehr übrig als euch allen einen guten Rutsch zu wünschen und euch allen von Herzen zu danken, dass ihr unseren Blog verfolgt! Wir freuen uns auf 2011!

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